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Wie kamen die asiatischen Kampfsportarten nach Europa


Asiatischer Kampfsport in Europa

Schon in de 70er Jahren wurden in der BRD die asiatischen Kampfsportarten Taekwondo (koreanisches Karate) , Shotokan (japanisches Karate) , Kendo, Aikido und Kung Fu neben vielen bislang in Europa unbekannten Stilrichtungen immer populärer.
Zunächst hatte der Judosport schon nach 1945 einen enormen Aufschwung erlebt und hat heute etwa 170 000 aktive Mit-glieder, darunter 135 000 Jugendliche und Kinder.vergl.:SPORT IM RUHRGEBIET 1984)
Seit der Olympiade 1964 in Tokio ist Judo olympische Sportart und hat sich im europäischen Kulturkreis etabliert.
Auch der Schulsport in der BRD wurde durch diese Vorgänge be-einflußt : 1972 wurde in Nordrheinwestfalen Judo offiziell als Schulsportart in die Unterrichtsempfehlungen der Sekundarstufe I und II aufgenommen und vertritt neben dem Fechten den Bereich der Kampfsportarten im Schulsport.
In dieser ersten Welle einer starken Rezeption fernöstlicher Bewegungskultur nahmen vor allem Vereine, aber auch kommerzielle Sportschulen und schließlich erst in den 70er Jahren die Schule die Sportart Judo in ihren Fächerkanon auf.
In einer zweiten Phase etwa Mitte der 70er Jahre wurden von den kommerziellen Betrieben eine immer größere Anzahl asiatischer Kampfkünste nach Europa getragen. Diese Entwicklung kann bis zum heutigen Zeitpunkt beobachtet werden. Kampfsportarten, die selbst in Asien nur einen geringen Bekanntheitsgrad haben, werden im privatsportlichen Sektor angeboten, um eine Konkurrenzfähigkeit, besonders den Vereinen gegenüber, zu bewahren.
Diese fremde Bewegungskultur findet im Westen einen guten Nährboden. Der Reiz des Fremdländischen, der sportliche, aber vor allem der ethische Charakter scheinen den Bedürfnissen des Europäers entgegenzukommen und den großen Erfolg der asiatischen Kampfkunst im abendländischen Kulturraum zu begründen.
(Quelle:
Zur interkulturellen Bedeutung des Kampfsports und seiner Relevanz als Inhalt des Schulsports DP 2951
-Darstellung unter besonderer Berücksichtigung des Taekwondo
Diplomarbeit von: Stefan Kunze
Deutsche Sporthochschule Köln )

Taekwondo ist für Erwachsene, Jugendliche und Kinder sehr geeignet.
Der Begründer des Taekwondo,
Choi Hong-hi hat Taekwondo nicht nur als Kampfsport, sondern wirkich als umfassendes System zur
Persönlichkeitsentwicklung gesehen. Er hat Elemente aus verschiedenen traditionellen koreanischen Kampfkünsten kombiniert und dabei großen Wert auf Disziplin, Respekt und Ehre gelegt. Über die Jahrzehnte hat sich Taekwondo weiterentwickelt, und es sind verschiedene Stilrichtungen entstanden. Heutzutage gibt es viele unterschiedliche Verbände, die alle ihre eigenen Techniken und Philosophien betonen. Und natürlch hat sich  das Ganze auch ein Stück weit modernisiert, aber im Kern bleibt die Philosophie von Choi Hong-hi ein grundlegender Eckpfeiler, so auch in der Kampfsportschule Citysport Solingen und  in unserem Verband, der Asien Martial Arts Association .
Gerade in der heutigen, unruhigen, digitalisierten Welt ist diese Sportart mehr als nur Sport: Sie ist Lebensphilosophie.