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HISTORIE DES KAMPFSPORTS

In diesem Kapitel wird der Ursprung und die Entwicklung des Kampfsportgeschehens verschiedener Kulturkreise behandelt.
Im ersten Abschnitt wird der Kampfsport des europäischen Kulturkreises
⁃ innerhalb der Gymnastik und Agonistik der Hellenen, von dem eine große Anzahl von Uberlieferungen vorliegen, und
⁃ innerhalb der germanischen Völker, deren enge Verbundenheit der Leibesübungen mit dem Kampf verdeutlicht werden soll, aufgezeigt, um schließlich
⁃ die weitere Entwicklung des Kampfsports in den Leibesübungen in Deutschland darzulegen.
Im zweiten Alschnitt wird eine Analyse des Ursprungs und der Entwicklung des Kampfsports innerhalb des asiatischen Kulturkreises vorgenommen.
URSPRUNG DES KAMPFSPORTS
Höhlenmalereien und Ausgrabungen weisen auf ein frühes Auftreten der Kampfsportarten in unterschiedlichen Kulturkreisen hin.

Funde aus Mesopotamien, welche eine Art Faustkampf zeigen, sind ca. 4800 Jahre alt. (ERBACH , 1979 , 280 )
Eindrucksvoll sind die Zeugnisse der hochentwickelten ägyptischen Körperkultur. 2600 v. Chr. entstanden Abbildungen eines kämpfenden Ringerpaares. Ein ägyptisches Wandbild, welches jugendliche Ringerpaare darstellt, entstand 2470-2320 v. Chr. •
Wesentliche Elemente des modernen Sports, die wettkampfmäßige Form, das scheinbar “ zweckfrei Spielerische “ (LUCAS , 1969 , S.14) werden durch Überlieferungen der Assyrer, Inder, Chinesen, Phönizier und Ägypter belegt. (vergl. hierzu GAIN/HARTMANN/TUNNEMANN, 1980, S.9)
Weiterhin weisen die um 2100 v. Chr. entstandenen Malereien in den ägyptischen Königsgräbern von Beni-Hassan auf ein erstaunlich hohes Technik-Niveau des Kampfsports hin, das in verschiedenen Kulturepochen überall auf der Welt in einer bestimmten Form existierte.
Sein Ursprung läßt sich, wie der Ursprung der allgemeinen Körperkultur, nicht durch einzelne Theorieansätze begründen • Ob es die Intention war, sich durch Kampfsport besser dem Kampf gegenüber Natur, Tier und Mensch zu wappnen, also den
“ Kampf ums Dasein “ (ALTROCK , 1926 , S.355 ) zu bestreiten, oder ob es nur ein“angeborener Kampftrieb“, eine Lust am Vergleich der Kräfte war, oder ob der kultische Tanz und später der Kriegstanz Kampfsportarten entstehen ließen, erscheint zweifelhaft.
Der Ursprung des Kampfsports ist sicherlich nur durch den Wechselbezug von Kampfbereitschaft (als militärische Notwendigkeit), Arbeit, dem religiös-kultischen Bereich und dem Spiel erklärbar, seine Weiterentwicklung resultiert aus den in den unterschiedlichen Kulturbereichen individuell gegebenen Einflußfaktoren.
(Quelle: Zur interkulturellen Bedeutung des Kampfsports und seiner Relevanz als Inhalt des Schulsports DP 2951-Darstellung unter besonderer Berücksichtigung des Taekwondo Diplomarbeit von: Stefan Kunze, Deutsche Sporthochschule Köln)

 


Wie kamen die asiatischen Kampfsportarten nach Europa


Asiatischer Kampfsport in Europa

Schon in de 70er Jahren wurden in der BRD die asiatischen Kampfsportarten Taekwondo (koreanisches Karate) , Shotokan (japanisches Karate) , Kendo, Aikido und Kung Fu neben vielen bislang in Europa unbekannten Stilrichtungen immer populärer.
Zunächst hatte der Judosport schon nach 1945 einen enormen Aufschwung erlebt und hat heute etwa 170 000 aktive Mit-glieder, darunter 135 000 Jugendliche und Kinder.vergl.:SPORT IM RUHRGEBIET 1984)
Seit der Olympiade 1964 in Tokio ist Judo olympische Sportart und hat sich im europäischen Kulturkreis etabliert.
Auch der Schulsport in der BRD wurde durch diese Vorgänge be-einflußt : 1972 wurde in Nordrheinwestfalen Judo offiziell als Schulsportart in die Unterrichtsempfehlungen der Sekundarstufe I und II aufgenommen und vertritt neben dem Fechten den Bereich der Kampfsportarten im Schulsport.
In dieser ersten Welle einer starken Rezeption fernöstlicher Bewegungskultur nahmen vor allem Vereine, aber auch kommerzielle Sportschulen und schließlich erst in den 70er Jahren die Schule die Sportart Judo in ihren Fächerkanon auf.
In einer zweiten Phase etwa Mitte der 70er Jahre wurden von den kommerziellen Betrieben eine immer größere Anzahl asiatischer Kampfkünste nach Europa getragen. Diese Entwicklung kann bis zum heutigen Zeitpunkt beobachtet werden. Kampfsportarten, die selbst in Asien nur einen geringen Bekanntheitsgrad haben, werden im privatsportlichen Sektor angeboten, um eine Konkurrenzfähigkeit, besonders den Vereinen gegenüber, zu bewahren.
Diese fremde Bewegungskultur findet im Westen einen guten Nährboden. Der Reiz des Fremdländischen, der sportliche, aber vor allem der ethische Charakter scheinen den Bedürfnissen des Europäers entgegenzukommen und den großen Erfolg der asiatischen Kampfkunst im abendländischen Kulturraum zu begründen.
(Quelle:
Zur interkulturellen Bedeutung des Kampfsports und seiner Relevanz als Inhalt des Schulsports DP 2951
-Darstellung unter besonderer Berücksichtigung des Taekwondo
Diplomarbeit von: Stefan Kunze
Deutsche Sporthochschule Köln )


Elemente des Zweikampfs
Innerhalb der Formen des sportlichen Kampfes unterscheidet
HARRE den Einzelkampf mit gegnerischer Behinderung (z.B. Radren-nen), den Einzelkampf mit gegnerischer Beeinflussung (z.B. Lauf in Bahnen), den Mannschaftskampf mit gegnerischer Behinderung (z.B. Fußball, Handball), den Mannschaftskampf mit gegnerischer Beeinflussung (z.B.Volleyball) und schließlich den Zweikampf mit gegnerischer Beeinflussung (Tennis, Schach u.a.) und den
Zweikampf mit gegnerischer Behinderung (z.B. Judo, Ringen,
Boxen, Fechten) (Vergl. HARRE, 1977, S.197 f)
In einem Zweikampf mit gegnerischer Behinderung stehen die
Athleten in direktem körperlichen Kontakt zum Gegner. Sie beherrschen Angriffs- und Verteidigungshandlungen, Finten und Konteraktionen zugleich. Sie bestreiten ihren Wettkampf aufgrund der maximalen gegnerischen Behinderungen unter höchster körperlicher Beanspruchung. (Vergl. Lempart, 1979, S.15)
Neben den konditionellen und koordinativen Fähigkeiten und Fertigkeiten spielen im Bereich des Zweikampfs vor allem auch
• technisch-taktische Fähigkeiten und Fertigkeiten
• moralisch-psychische Eigenschaften und Qualitäten und
• intellektuelle Fähigkeiten
eine Rolle (Vergl. FIEDLER 1976, S.26). Der Zweikampf erfordert:
• hohe Einsatzbereitschaft
• Charaktereigenschaften, wie Mut, Willenskraft und Risikobereitschaft und
• ein schnelles Anpassen an veränderte Situationen
„Das unmittelbare Kräftemessen in Wettkampfsituationen ist ein charakteristisches Kriterium der Zweikampfsportarten und stimuliert die Willensanstrengungen und den persönlichen Einsatz.“
(IHLO, 1983, S.19). Bei allem Einsatz fordern die im Zweikampf objektiv gegebenen Risiken die Beachtung des festgelegten Regel-werks,
* Selbstbeherrschung und Fairneß, die durch Achtung des Gegners, gegenseitige Hilfe und Unterstützung gekennzeichnet sind. (Vergl. IHLO, 1983, S.21) All diese Aspekte sollen im Kampfsporttraining im Citysport Solingen in einem gewissen Grad Berücksichtigung finden 
In diesem Zusammenhang muß auf den Begriff Aggression im Kampfsport eingegangen werden. Oftmals wird behauptet, Kampfsport und Aggression hingen eng zusammen und besonders aggressive Menschen fühlten sich zum Kampfsport hingezogen. TIWALD
(1981) stellt die These auf, daß sich Aggression und Kampf im Psychischen grundsätzlich widersprechen. In den Kampfsportarten wie in den Sportspielen, den „komplexen, resultatorientierten Sportarten“, kommt es vor allem auf eine präzise Wahrnehmung und Analyse der sich ständig ändernden äußeren Situationen an und es „… läßt sich im Gegensatz zu den „einfachen resultatori-entierten Sportarten“ nicht mit „Wut“ arbeiten, denn „Wut“ macht blind!“ (TIWALD, 1981, S.6) .
Aggression aber
“ … ist begleitet von einer die Wahrnehmung
beeinträchtigenden Wut-Angst. Kampf ist dagegen von einer wut-, haß- und angstfreien, gelassenen Konzentration begleitet, die Grundlage der Optimierung der psychischen Kampfkraft ist.“ (TIWALD, 1981, S.34). Aus diesen Gedanken schließt TIWALD sehr logisch, daß gerade derjenige, der ein ernsthaft und gut geleitetes Kampfsporttraining absolviert, Aggressionen abbauen kann.
Dies geschieht jedoch nicht nach dem Prinzip des Austobens
und Dampfablassens, sondern durch das Lernen des Kampfes, denn
„wenn man Kampf lernt, muß daher notwendig die Aggression schwinden.“ (TIWALD, 1981, S. 34) e
Der Kampf wird neben der Konkurrenz als eine Konkretisierung des Streites gesehen. „Das Überleben der Menschheit ist abhängig von einem ständigen überwinden von objektiven Widersprüchen unterschiedlichster Art. Dies erfordert vom Menschen einen individuellen und gesellschaftlichen sachgerechten Streit, der optimal frei ist von Brutalität, Bestialität und umgeleiteter Aggression.“ (TIWALD, 1976, S.74)
•Tiwalds Ausführungen zum Psychotraining im Kampf- und Budosport sind Kampfsportlern und an asiatischer Kampfkunst Interessierten zu empfehlen. In brillanter Art und Weise schafft er eine theoretische Grundlegung des Kampfsports aus der Sicht einer auf dem Zen-Buddhismus basierenden Bewegungs- und Trainingstheorie.

Quelle :SCHRIFTLICHE HAUSARBEIT GEM: § 17 OVP,Stefan Kunze,Sport
STUDIENSEMINAR WUPPERTAL, S I 7.1.1989

Sanda im Citysport Solingen 
Sanda = chinesisches Kickboxen mit Würfen
Was macht Sanda aus?
• Schläge: Fausttechniken wie im Boxen
• Tritte: Kicks aus dem Kungfu und Kickboxen
• Würfe & Feger: Gegner werfen oder aus dem Gleichgewicht bringen
• Vollkontakt: Wettkämpfe mit Schutzausrüstung oder Profi-Regeln

Die Herkunft ist :
• Entwickelt vom chinesischen Militär
• Basiert auf traditionellen Kungfu-Stilen
• Heute ein offizieller Wettkampfsport in China und international

Wettkampfrgeln (vereinfacht)

Erlaubt: Schläge, Tritte, Würfe
Verboten: Ellenbogen, Knie, Bodenkamp
Kampf meist im Ring oder auf einer erhöhten Plattform (Lei Tai)

Für wen ist Sanda Kungfu geeignet?
• Für alle, die Kondition, Kraft und Selbstverteidigung lernen wollen
• Sehr gut für Leute, die realistisch kämpfen möchten
• Beliebt als Ergänzung zu Kungfu, Kickboxen, MMA

Wir freuen uns, mit Euch ab sofort in unserem TOP TEN MMA Käfig im Citysport Solingen zu trainieren!